Während die Befehle Konstruktion und Rasterfang (Einstellung im Menü Ansicht) ein globales, gleichmäßig verteiltes Netz über die gesamte Ansicht bieten, erstellt das Raster ein angepasstes lokales 2D Konstruktionsraster. Das mit diesem Werkzeug erstellte Raster ist interaktiv; Sie können dieses Rastersystem daher auch nach dem Platzieren noch ändern. Darüber hinaus kann das Werkzeug Bemaßungen, Unterzüge, Stützen und optionale Bibliothekselemente an den Rasterschnittpunkten platzieren. Das Raster kann in allen Geschossen angezeigt werden; es kann in jeder Ansicht erscheinen – nicht nur im Grundriss, sondern auch in Schnitt/Ansichts-, Detail- und 3D-Fenstern.
Zum Installieren des Add-On "Raster" kopieren Sie die Datei "Raster" in Ihren angegebenen Add-On-Ordner (normalerweise der Ordner Add-Ons im Ordner ArchiCAD 10). Das Add-On wird beim nächsten Starten von ArchiCAD automatisch geladen.
Anmerkung: Dieses Add-On kann nur beim Starten von ArchiCAD geladen werden. Verwenden Sie die Add-Ons "2D Konstruktionsraster" und "Raster" nicht parallel, da die beiden Programme die gleiche API-ID verwenden.
Das Rastersystem ist eine geordnete Struktur aus Rasterelementen. Sie können im Dialogfenster Rastereinstellungen (über Planung > Rastersystem) ein komplettes Rastersystem anpassen. Über dieses Dialogfenster können Sie das Rastersystem auch nach dem Platzieren ändern. Sie können die Rasterelemente auch einzeln platzieren und ändern. Wählen Sie Rasterelement im Werkzeugkasten aus, um ein Rasterelement zu platzieren, oder wählen Sie Rasterelementeinstellungen zum Einstellen der jeweiligen Parameter aus. Die Geometrie des Rasters ist ein rechtwinkliges oder ein Bogennetz; Sie wählen das gewünschte Format im Dialogfenster aus. Sie können die Raster-Anzeigeoptionen für die 2D- und 3D-Sichten grafisch oder über die Dialogfenster ändern.
Doppelklicken Sie auf Rasterelement im Werkzeugkasten, um das Dialogfenster Rasterelementeinstellungen zu öffnen. Das Dialogfenster enthält vier Teilfenster: Grundeinstellungen, Bezeichnungsregeln, 2D-Eigenschaften, 3D-Ansicht. Am unteren Rand des Dialogfensters wird wie bei allen Werkzeugen die aktuelle Ebenenauswahl in einem Popup-Menü angezeigt.
Das Dialogfenster Rastereinstellungen ähnelt dem Fenster Rasterelementeinstellungen, enthält jedoch zwei zusätzliche Komponenten: das Teilfenster Rasterpositionen und den Bereich Elementplatzierung im Teilfenster 3D-Ansichts- und Elementplatzierung. Wählen Sie zum Öffnen dieses Dialogfensters Planung > Rastersystem > Rastereinstellungen. Das Dialogfenster Rastereinstellungen behält beim Schließen mit OK die letzten Einstellungen bei, auch wenn Sie kein Rastersystem platzieren.
Wählen Sie die erste Schaltfläche unter Typ in der Seite Grundeinstellungen des Dialogfensters Rastereinstellungen aus, um eine rechtwinklige Netzstruktur zu erstellen,
oder wählen Sie die zweite Schaltfläche aus für eine Bogenstruktur.
Die Anzahl der Rasterlinien und der Zwischenräume kann im Teilfenster Raster definiert werden. Das Raster hat zwei Bemaßungen: für eine rechtwinklige Netzstruktur sind die Bemaßungen Horizontale Rasterlinien und Vertikale Rasterlinien; für eine Bogen-Netzstruktur sind die Bemaßungen Kreisförmige Rasterlinien und Radiale Rasterlinien.
Klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem grünen Pluszeichen, um der Liste der Rasterlinien ein neues Element hinzuzufügen. Klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem roten "x"-Symbol, um eine Rasterlinie aus der Liste zu entfernen. Die Abstände lassen sich einer nach dem anderen oder verteilt hinzufügen. Wenn Sie die Abstände einzeln definieren wollen, heben Sie die Auswahl des Kontrollkästchens Aufteilen auf und geben Sie die Werte in dem hervorgehobenen Feld ein. Falls Sie die Linien mit gleichmäßig verteilten Abständen platzieren wollen, markieren Sie das Kontrollkästchen Aufteilen. Im letzteren Fall verschwinden die in der Liste für die Rasterlinien angegebenen Abstandswerte, da diese Linien beim Platzieren des Rasters im Plan anhand von Start- und Endpunkten automatisch berechnet werden.
Rasterlinien können automatisch in einer Richtung (beispielsweise für die horizontalen Linien) gleichmäßig verteilt werden, während Sie für die andere Richtung (z. B. die vertikalen Linien) individuell festgelegt werden.
Falls das Raster eine Bogenstruktur hat, müssen Sie den äußeren Radius des Rasters im Feld Äusserer Radius des Teilfensters Grundeinstellungen eingeben.
Das Konstruktionsraster kann in allen Ansichten einschließlich der 3D-Fenster angezeigt werden.
Grundriss
Zum Definieren der Geschosse, in denen das Raster angezeigt wird, wählen Sie Alle, Aktuell oder Ausgewählt in den Optionen Sichtbar auf Geschoss im Teilfenster Grundeinstellungen des Dialogfensters Rastereinstellungen aus. Wenn Sie Ausgewählt auswählen, müssen Sie die Geschosse in der Liste in dem geöffneten Dialogfenster auswählen.
Sie können den Überhang der Rasterlinien durch Eingabe eines Längenwerts im Feld Erweiterung des Teilfensters Grundriss und Schnitt definieren.
Wenn Sie das Kontrollkästchen Autoverzug auswählen, werden die überlappenden Markierungen mit einem Versatz platziert.
Sie können sich auch für ein manuelles schrittweises Verschieben entscheiden, indem Sie den bearbeitbaren Fixpunkt der Rasterlinie verschieben. Der Standard-Abstand dieses Fixpunkts vom Ende der Rasterlinie entspricht dem im Feld Verzug eingegebenen Wert.
Mithilfe der Kontrollkästchen im Abschnitt Marker/Anker des Teilfensters Grundeinstellungen können Sie alle Markierungen von allen vier Seiten des Gitters ein- oder ausblenden. Im Teilfenster Marker können Sie zusätzliche Eigenschaften für Marker und Linien festlegen. Sie können beispielsweise den Linientyp und die Stiftnummer der Rasterlinien festlegen, Sie können ein Bibliothekselement als Rastermarkierung auswählen, oder Sie können den Schrifttyp oder die Schriftgröße festlegen. Die drei Schaltflächen oben rechts im Teilfenster sind die Optionen zur Rasterliniendarstellung (von links nach rechts): ausgeblendet, kurz oder komplett.
Schnitt/Ansicht
Die Konstruktionsraster werden auf Schnitte und Ansichtslinien projiziert, wenn die Rasterelemente rechtwinklig zur Schnittlinie liegen; wenn der Schnitt unendlich ist und die Rasterelemente innerhalb dieser Limits liegen, oder wenn die Schnittlinie die rechtwinkligen Rasterlinien schneidet. Raster, die nicht rechtwinklig zur Schnittlinie liegen, sind im Fenster Schnitt/Ansicht nicht sichtbar. Die Sichtbarkeit der Raster im Fenster Schnitt/Ansicht kann im Teilfenster Konstruktionsraster des Dialogfensters Schnitt/Ansicht-Einstellungen festgelegt werden. Wenn das Teilfenster Konstruktionsraster fehlt, können Sie es im Dialogfenster Arbeitsumgebung einschalten. Öffnen Sie hierzu das Dialogfenster Arbeitsumgebung über Optionen > Arbeitsumgebung, wählen Sie Schnitt-/Ansichten-Werkzeug in den Werkzeug Dialogfenstern, klicken Sie zum Anzeigen auf das Augen-Symbol und schließen Sie das Dialogfenster mit der Schaltfläche OK.
Zum Ausschalten der Sichtbarkeit des Rasters in Schnitt/Ansicht heben Sie die Auswahl des Kontrollkästchens Rasterelemente anzeigen in diesem Teilfenster auf. Die Höhe der Rasterlinien umfasst den Abstand vom Boden des unteren Geschosses bis zum oberen Rand des obersten Geschosses plus den Marker-Abstandswerten. Die Raster im Fenster Schnitt/Ansicht können entsprechend der Sichtbarkeit des Gitters im Grundriss platziert werden oder durch Einzelauswahl der Rasterelemente. Wenn Sie das Raster in bestimmten Geschossen platzieren wollen, klicken Sie auf die Radioschaltfläche Geschosse auswählen und wählen Sie die gewünschten Geschosse in der angezeigten Liste aus. Wenn Sie einzelne Rasterelemente platzieren wollen, klicken Sie auf die Radioschaltfläche Elemente auswählen und wählen Sie die gewünschten Rasterelemente in der angezeigten Liste aus.
Die oberen und unteren Markierungen der Rasterlinien können ein- oder ausgeschaltet werden durch Anklicken der entsprechenden Kontrollkästchen in der Marker-Symboldarstellung, die im Teilfenster Konstruktionsraster angezeigt wird. Die Maßlinien können durch Markieren des Kontrollkästchens Maßlinien platziert werden. In diesem Fall werden die Maßlinien in dem von Ihnen definierten Abstand unter der unteren Markierung platziert bzw. am unteren Ende der Rasterlinie, falls der Marker nicht sichtbar ist. (Falls der Bemaßungswert negativ ist, wird er über der unteren Markierung angezeigt.) Die Bemaßung verwendet die aktuellen Standardgrößen Einstellungen entsprechend der Vorgabe unter Bemaßung Grundeinstellung.
Die 2D-Eigenschaften der Rasterlinien werden in Schnitt/Ansicht entweder entsprechend den Rastereinstellungen oder entsprechend den Schnitt/Ansicht-Einstellungen platziert. Wenn Sie die Schnitt/Ansicht-Einstellungen bevorzugen, markieren Sie das Kontrollkästchen Rasterlinien-Eigenschaften überschreiben. Verwenden Sie in diesem Fall die Bedienelemente im Teilfenster Konstruktionsraster zum Auswählen eines Linientyps und einer Stiftfarbe für die Rasterlinien (volle, kurze oder ausgeblendete Darstellung) und zum Ein- oder Ausschalten des Autoverzugs. Wenn Sie das Kontrollkästchen Autoverzug markieren, werden die Schnittmengen-Marker mit einem Versatz platziert, ähnlich wie bei den Rastereinstellungen.
Detail
Das Raster kann auch in Detailfenstern sichtbar sein. Beim Erstellen eines Details in einem Schnitt oder einer Ansichtslinie werden die geschnittenen Rasterlinien im Detail neu aufgebaut, sodass die vollständigen Linien mit Markierungen gezeichnet werden.
3D
Zum Anzeigen des Rasters in der 3D-Sicht muss das Kontrollkästchen 3D Darstellung eingeschaltet sein. Dieses Kontrollkästchen befindet sich im Teilfenster 3D Ansicht und Elementplatzierung der Rastereinstellungen und im Teilfenster 3D Ansicht des Dialogfensters Rasterelementeinstellungen. Sie können auch die Raster-Ansichtslinie und die Marker-Materialien in diesem Teilfenster festlegen. Wenn das Kontrollkästchen Text folgt Ansicht eingeschaltet ist, wird der Text der Marker in der perspektivischen Ansicht quer zur Kamera ausgerichtet.
Sie können den Typ des 3D-Linienquerschnitts sowie den Durchmesser und die Auflösung der Bögen ändern. Diese Attribute gehören zu den Parametern des Marker-Bibliothekselements. Falls Sie sie ändern wollen, öffnen Sie das Teilfenster Marker im Einstellungsdialog und legen Sie die erforderlichen Parameter des Marker-Bibliothekselements unter 3D Ansicht fest.
Für die Automatische Bezeichnung definieren Sie eine Richtung, in die die Sequenz der Benennung/Nummerierung verlaufen soll. Außerdem definieren Sie einen Stil, einen Startwert und geben ein Präfix oder Suffix ein. Nach dem Einstellen der erforderlichen Parameter klicken Sie auf die Schaltfläche Anwenden. Die Namen in der Liste der Rasterlinien werden entsprechend den neuen Einstellungen geändert.
Alle platzierten Elemente verwenden die aktuellen Standardgrößen und -einstellungen einschließlich des Schrifttyps und der Schriftgröße des Bemaßungs-Werkzeugs.
Sie können ein einzelnes Rasterelement platzieren oder ein komplettes Rastersystem.
Das Konstruktionsraster ist interaktiv. Das bedeutet, dass Sie das Raster nach dem Platzieren ändern können – grafisch im Plan oder durch Bearbeiten der Einstellungen des ausgewählten Rasters in den Rastersystem-Dialogfenstern. Wählen Sie hierzu alle Rasterlinien des Rasters aus. Diese Auswahl ist einfacher, wenn die Rasterlinien gruppiert sind.
Die Raster werden standardmäßig als Gruppe platziert; Sie können dies jedoch über das Teilfenster 2D-Eigenschaften des Dialogfensters Rastereinstellungen ändern.
Zum separaten Ändern eines Rasterelements lösen Sie zunächst die Rastersystem-Gruppe auf, wählen Sie die zu ändernden Rasterelemente aus, öffnen Sie die Rasterelementeinstellungen und ändern Sie die erforderlichen Parameter.
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