Shape Architecture Studio, Englewood Passive House – Sustainable Design

Shape Architecture Studio, Englewood Passive House – Sustainable Design

Adaptive Wiederverwendungsprinzipien und nachhaltiges BIM verwandeln ein viktorianisches Reservoir in ein Planetarium und Wissenschaftszentrum und fördern damit die regionale Bildung.

Kunden-Erfolgsgeschichte 

Die Vergangenheit bewahren, die Zukunft inspirieren
Adaptive Umnutzung mit aussergwöhnlicher Qualität

Anotherkind Architects, UK

Sherwood Observatory, UK, Anotherkind Architects, www.akind-a.com
Foto: © G. F. Tomlinson

ZU EINEM ABSCHNITT UNTEN SPRINGEN:

Zusammenfassung

Das auf Denkmalschutz spezialisierte Architekturbüro Anotherkind Architects wurde mit der Umwandlung eines verfallenen unterirdischen viktorianischen Wasserspeichers in ein neues Planetarium und Wissenschaftszentrum beauftragt.
Auf Basis der Prinzipien der adaptiven Umnutzung erforderte das komplexe Projekt sowohl die sorgfältige Erhaltung des Bestandsgebäudes als auch die Koordination einer hochspezialisierten technischen Planung.
Die Visualisierungswerkzeuge von Archicad halfen dabei, die Finanzierung und Unterstützung für dieses ehrgeizige Projekt zu sichern, und BIMx war von unschätzbarem Wert für die Zusammenarbeit auf der Baustelle.
Der Einsatz von Archicad und nachhaltigem BIM durch Anotherkind war entscheidend für die Planung und Realisierung dieser neuen Besucherattraktion. Sie erweitert die regionalen Lernangebote und wird ein Ort sein, an dem Menschen jeden Alters immer wieder gerne Zeit verbringen.

Team
Fokus auf adaptive Umnutzung und Bestandserhalt

Anotherkind Architects ist auf Bestandserhaltung und Passivhaus-Planung spezialisiert – mit Expertise in Gemeinde-, Bildungs- und Wohnprojekten. Das in Nottinghamshire ansässige Büro arbeitet kollaborativ und zukunftsorientiert – und nutzt Archicad bereits seit über sieben Jahren.
Mit mehreren hausintern zertifizierten Passivhaus-Designer:innen ermutigt Anotherkind seine Kund:innen, mehr Nachhaltigkeit in ihre Planung zu bringen.

Projekt: Sherwood-Observatorium
Projektort: Sutton-in-Ashfield, Nottinghamshire, UK
Büro: Anotherkind Architects
Projekttyp: Kultur, Bildung
Projektgrösse: 1200 Quadratmeter/13.000 Quadratfuss
Jahr der Fertigstellung: 2024
Verwendete Software: Graphisoft Archicad, Graphisoft BIMx

Eine Gruppe von sechzehn Menschen steht auf einem Kopfsteinpflasterweg zwischen zeitgenössischer und historischer Architektur und posiert für ein Gruppenfoto bei teilweisem Wolkenhimmel.

Team von Anotherkind Architects

Projekt
Archicads 3D-Visualisierung hilft bei der Aquise von Kapital

Anotherkind wurde damit beauftragt, ein verfallenes unterirdisches viktorianisches Reservoir in Nottinghamshire in ein neues Planetarium und Wissenschaftszentrum für die Mansfield and Sutton Astronomical Society (MSAS) umzuwandeln. Das Sherwood Observatory möchte MINT-Bildung in einer Region fördern, die strukturell stark benachteiligt ist.
Als gemeinnützige Organisation erwirtschaftet die MSAS keine Mittel auf kommerzieller Basis. Daher wurde das Projekt durch eine Reihe von Zuschüssen, kommunalen Fördermitteln, Spenden und direktem Fundraising finanziert.
Um die Fundraising-Initiative zu unterstützen, lud Anotherkind die Öffentlichkeit, Interessenvertreter und Investoren ein, die vorgeschlagenen Entwürfe für das Planetarium in Archicad in 3D zu betrachten. Das Team nutzte die aus dem BIM-Modell generierten Videos, um virtuelle Rundgänge durch das Projekt zu machen und zu zeigen, was das Gebäude der Gemeinde bringen würde.

Ein lächelnder Mann mit kurzem braunem Haar und Bart, der ein helles Shirt trägt, steht vor einer unscharfen Backsteinwand – und vermittelt in seiner professionellen Ausstrahlung den Geist kollaborativen BIM-Arbeitens.

Mit Archicad haben wir überzeugende Visualisierungen, Renderings, Video-Fly-throughs und 3D-gedruckte Modelle erstellt. Dies führte dazu, dass wir den Auftrag erhielten und dem Kunden bei der Mittelbeschaffung halfen.

Dan Kilarski-Marlow, leitender Architekt, Anotherkind Architects

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Entwurf
Die Herausforderung der Modellierung für adaptive Wiederverwendung

Die bestehende Struktur des viktorianischen Reservoirs war eine große unterirdische Ziegelkammer mit einer Höhe von etwa sieben Metern und einem Durchmesser von 25 Metern. Das Planungsteam wollte den Speicher erhalten und ihn trotz seiner komplexen Geometrie in die Planung einbeziehen. Unter Verwendung der Umbaufilter in Archicad konnte Anotherkind das Gelände auf Basis der 2D-topografischen Informationen modellieren und über die Filter „Abbruch“ und „Neubau“ steuern, wie sich die neuen Elemente in den bestehenden Kontext einfügen.
Um die komplexe Struktur des Speichers zu erstellen, die Teil des bestehenden Geländemodells war, wurde eine Kombination aus Freiflächen und Morphs mit Archicads Solid Element Operations in die gewünschte Form gebracht.

Ein lächelnder Mann mit kurzem braunem Haar und Bart, der ein helles Shirt trägt, steht vor einer unscharfen Backsteinwand – und vermittelt in seiner professionellen Ausstrahlung den Geist kollaborativen BIM-Arbeitens.

Einer der anspruchsvollsten Aspekte des Projekts war die Steuerung der Umweltbedingungen zweier völlig gegensätzlicher Räume, die entsprechend ihrer Entstehungszeit geplant und gebaut sind, sich jedoch sehr unterschiedlich verhalten. Archicad’s Umbaufilter waren für uns unverzichtbar, um die Integration von Alt und Neu modellieren zu können.

Dan Kilarski-Marlow, leitender Architekt, Anotherkind Architects
In einer 3D-Architektur-Modellierungssoftware sehen wir ein weisses Hausmodell auf einem grossen braunen zylindrischen Sockel, mit Umgebungskontext aus Nachbargebäuden und Gelände-Freifläche. Symbolleisten und Paletten für kollaborative BIM-Workflows sind geöffnet.
Ein Computerbildschirm zeigt eine kollaborative BIM-3D-Architekturmodellierungssoftware mit einem runden braunen Ziegelgebäude im Vordergrund und grauen rechteckigen und hausförmigen Strukturen im Hintergrund. Symbolleisten und Ebenenoptionen sind sichtbar.
Ein 3D-Architekturmodell eines modernen Gebäudes mit Kuppeldach wird auf einem Computerbildschirm angezeigt, umgeben von Symbolleisten der Planungssoftware, die die kollaborativen BIM-Funktionen für das teambasierte Projektmanagement hervorheben.

Das Archicad-Modell des Sherwood-Observatoriums im Bestand, nach dem Abriss und in der Endphase

Sherwood Observatory, Vereinigtes Königreich, Anotherkind Architects, www.akind-a.com, Video: © G F Tomlinson

Koordination
BIM-Koordination spart Zeit für die Fachplanung

Mit dem nachhaltigen BIM-Modell und in Zusammenarbeit mit Fachplaner:innen konnte Anotherkind komplexe Geometrien entwickeln, Schnittstellen zwischen Bestand und Neubau steuern, Komplexität reduzieren und Tragwerks- und HKLSE-Informationen koordinieren durch fortlaufende Kollsiionsprüfung.
Der Planetariumsraum erfordert eine stark kontrollierte Umgebung, in der selbst ein Staubkorn die digitale Infrastruktur und die Projektionskuppel in Mitleidenschaft ziehen könnte. Dafür war eine hochspezialisierte technische Planung erforderlich, koordiniert zur Umgehung einer komplexen Stahlkonstruktion und zur Sicherstellung korrekter Luftwechsel und wirksamer Geräuschdämpfung.
Im Gegensatz dazu war das bestehende Speicherbauwerk nicht nur unterirdisch, sondern auch mit dem Erdreich verbunden, so dass eine detaillierte Belüftungsstrategie zur Kontrolle von Feuchtigkeit und Nässe erforderlich war.

Ein lächelnder Mann mit kurzem braunem Haar und Bart, der ein helles Shirt trägt, steht vor einer unscharfen Backsteinwand – und vermittelt in seiner professionellen Ausstrahlung den Geist kollaborativen BIM-Arbeitens.

Wenn man an einem bereits komplexen Projekt mit schwierigen Entwürfen arbeitet, spart es viel Zeit, die Entwürfe in 3D überprüfen zu können und die Modelle anderer Personen einzubringen.

Dan Kilarski-Marlow, leitender Architekt, Anotherkind Architects
Architektonische Schnittzeichnung einer Planetariumskuppel, erstellt mit kollaborativem BIM, die beschriftete Bauschichten, die Kuppelprojektionsfläche, Sitzreihen im Auditorium, Serviceräume und den Bedienungsbereich innerhalb des Hauptgebäudes zeigt.
Ein detailliertes architektonisches Diagramm, das eine Kuppelstruktur zeigt, einen Querschnitt der Kuppelwand mit beschrifteten Komponenten und eine Explosionszeichnung der gekrümmten Wandschichten der Kuppel mit Material- und Strukturhinweisen - ideal für kollaborative BIM-Workflows.
Architektonische Schnittzeichnung eines Kuppeltheaters mit tragwerkstechnischen Details, Sitzreihen und Konstruktionshinweisen. Farbige Linien markieren verschiedene Bauteile, kollaborative BIM-Beschriftungen bieten technische Informationen und Spezifikationen.

Schnittskizze, axonometrische Details und eine detaillierte Schnittzeichnung der Struktur und der Verkleidung der Kuppel

Nachhaltigkeit
Planungsziel: Nachhaltigkeit

Das Team war von Anfang an bestrebt, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und die Energiekosten und Kohlenstoffemissionen niedrig zu halten.
Bei der Planung des Planetariums hat sich Anotherkind für ein Gründach entschieden, um einen Nettozuwachs an Biodiversität zu erreichen, während zugleich die Möglichkeit für zusätzliche Solarpaneele offen bleibt, sobald zukünftige Finanzmittel bereitstehen.
Der im Projekt enthaltene CO2-Fussabdruck wurde gegenüber einem vergleichbaren Neubau gesenkt, da das vorhandene viktorianische Reservoir wiederverwendet wurde. Nach dem Aushub des Geländes um den Stausee hat das Baustellenteam die Erde wiederverwendet, rund 2.000 Tonnen überschüssiger Aushubsand wurden vor Ort gespendet.
In der Zwischenzeit wurden Ladestationen für Elektroautos und Fahrradabstellplätze eingerichtet, und nachhaltige Mobilität wird gefördert.

Entdecken Sie die Galerie
BIMx
BIMx ermöglicht eine reibungslose Zusammenarbeit vor Ort

Im gesamten Projekt nutzte der Auftragnehmer G F Tomlinson BIMx auf einem Tablet-PC, um Informationen in Echtzeit direkt auf der Baustelle auszutauschen und Bauprozesse zu steuern. Während dieser Besprechungen wurde das Modell auf dem Bildschirm angezeigt und die erforderlichen Mark-Ups konnten direkt vor Ort vorgenommen werden.
Anotherkind exportierte sowohl das 3D-Modell als auch die Zeichnungen aus Archicad und stimmte sie eng mit den IFC-Tragwerksmodellen ab, die von den Tragwerksplanerinnen und Bauingenieuren von HSP Consulting bereitgestellt wurden. Die Zusammenführung in einem BIMx-Hyper-Modell erwies sich als unschätzbar wertvoll für die Bauphase.

Erkunden, präsentieren und koordinieren – mit BIMx! Ihr Archicad Projekt mit BIMx teilen ist ein Online-Kurs zum Selbststudium, in dem Sie lernen, wie Sie Ihr Archicad Modell nach BIMx exportieren und wie Sie das BIMx Modell auf jedem Gerät erkunden können.  

Ein lächelnder Mann mit kurzem braunem Haar und Bart, der ein helles Shirt trägt, steht vor einer unscharfen Backsteinwand – und vermittelt in seiner professionellen Ausstrahlung den Geist kollaborativen BIM-Arbeitens.

Der Einsatz von BIMx während des gesamten Bauprozesses ermöglichte Echtzeit-Kollaboration direkt vor Ort: Es konnte flexibel zwischen Zeichnungen und Modell gewechselt werden, um das Tragwerk, die detaillierte Konstruktion und Anpassungen des Auftragnehmers an die jeweiligen Bedingungen auf der Baustelle gezielt zu bearbeiten.

Dan Kilarski-Marlow, leitender Architekt, Anotherkind Architects
Entdecken Sie das BIMx Hyper-Modell für dieses ehrgeizige und komplexe Projekt

Anotherkind Architecture Graphisoft BIMx – Ein Tablet mit einem 3D-Modell wird im Aussenbereich in der Naehe von Metallabsperrungen gehalten, im nebligen Hintergrund sind eine grosse weisse Observatoriumskuppel und gelbe Tragbalken zu sehen.
Eine preisgekrönte Transformation

Das Sherwood Observatory Science Centre und Planetarium wurde im November 2024 fertiggestellt und hat seither zahlreiche Preise gewonnen, darunter 2025 den Conversion of the Year Architectural Technology Award. Ausserdem haben Anotherkind und Graphisoft 2025 bei den Construction Computing Awards gemeinsam den Preis "Digital Construction Project of the Year" gewonnen.

Ein goldumrandeter Stern mit einer blauen Silhouette, die einen gelben Hammer enthält, als Symbol für die adaptive Weiternutzung. Text: Construction Computing Awards, The Hammers 2025, Gewinner.