BIM Renovation – TSPC’s Hotel Dorothea

BIM Renovation – TSPC’s Hotel Dorothea

Erfahren Sie, wie die TSPC Group BIM-Techniken für die Sanierung einsetzte, um das Dorothea Hotel in Budapest zu entwerfen, und dabei 31 Stockwerke sowie strenge Standards mithilfe von Archicad und OPEN-BIM-Workflows aufeinander abstimmte.

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Verwaltung von 31 Ebenen einer
komplexen BIM-Sanierung

Hotel Dorothea, TSPC, Ungarn

Hotel Dorothea, Budapest, Ungarn, TSPC Group, tspcgroup.com, Foto: © Zsolt Hlinka

Geschätzte Lesezeit: 1 minute

Zusammenfassung

Die Sanierung mit BIM war der Schlüssel zur Bewältigung der komplexen Herausforderungen beim Projekt Hotel Dorothea in Budapest. Der Hotelkomplex besteht aus drei historischen Gebäuden. Die Planer:innen mussten 31 Ebenen mit unterschiedlichen Höhen und mehr als 1.000 Seiten strenger Marriott-Standards miteinander in Einklang bringen. Mithilfe von Archicad und OPEN BIM-Workflows erstellte die TSPC Group koordinierte Modelle, die unterschiedliche Geschosshöhen und Disziplinen aufeinander abstimmten. Echtzeit-Automatisierung, detaillierte Datenvisualisierung und automatische Kollisionserkennung hielten das Projekt über Jahre trotz sich wandelnder Anforderungen auf Kurs. Das Ergebnis war eine höhere Genauigkeit und eine optimierte Kommunikation trotz der vielen besonderen Anforderungen des Projekts. 

Das Projekt
Die neue Perle von Budapest

Inmitten eines historisch geprägten Platzes im Zentrum von Budapest setzt das Dorothea Hotel einen glanzvollen Akzent. Es nimmt einen ganzen Häuserblock ein und steht für das architektonische Erbe der Stadt. Das umfangreiche BIM-Sanierungsprojekt markierte einen Meilenstein in den fortlaufenden Bemühungen, die Geschichte Budapests zu erhalten und zu schützen. Was dieses Projekt wirklich auszeichnete, war seine einzigartige Struktur. Das Hotel Dorothea ist ein Komplex aus drei separaten Gebäuden, von denen jedes für eine andere Stilepoche steht. Das Mahart-Haus, das Weber-Haus und das Münnich-Haus fassen gemeinsam ein eindrucksvolles zentrales Atrium ein.
Mit einer Gesamtfläche von rund 35.000 Quadratmetern bietet das 5-Sterne-Hotel fast 250 Zimmer. Auch aus gestalterischer und technischer Sicht gab es zahlreiche Herausforderungen. Insgesamt 31 verschiedene Ebenen sind durch Hunderte von Kilometern an Kabeln und Rohrleitungen miteinander verbunden und unterliegen den strengen Marriott-Standards, die auf über 1.000 Seiten festgehalten sind. Mit dieser Aufgabenstellung machte sich das Planungsteam der TSPC Group daran, die Bauten aus dem 19. und 20. Jahrhundert zu modernisieren und mit heutigen Erwartungen sowie den Vorgaben von Marriott in Einklang zu bringen.

TSPC Group

Projekt: Hotel Dorothea
Projektlage: Budapest, Ungarn
Büro: TSPC Group
Projekttyp: Wohnhaus
Projektgröße: 35.000 qm / 376.737 sqft
Jahr der Fertigstellung: 2022
Verwendete Software: Graphisoft Archicad, Graphisoft BIMcloud, Graphisoft BIMx, Solibri, Dalux

Károly Bélafi, Head of BIM, TSPC Group

Im Auftrag von TSPC arbeiteten vier BIM-Manager:innen und siebzehn Architekt:innen daran, das komplexe Informationsgefüge zu erstellen, das wir als BIM-Modell bezeichnen.

Károly Bélafi, BIM-Leiter, TSPC Group
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Die Herausforderung
Mit Archicad verspringende Ebenen in den Griff bekommen

Der Hotelkomplex Dorothea umfasst offiziell neun Geschosse, doch ein Blick hinter die Kulissen erzählt eine andere Geschichte. Jedes der Häuser innerhalb des Komplexes hat einen völlig eigenen Stil. Dadurch entstand eine gewachsene, uneinheitliche Struktur – mit 31 unterschiedlichen Ebenen, die sich durch den gesamten Komplex ziehen. Die Visualisierung der Planungen und das Management des BIM-Modells über unterschiedliche Geschosshöhen hinweg war keine leichte Aufgabe. Károly Bélafi, BIM-Leiter der TSPC Group, nahm diese Herausforderung mit Hilfe von Archicad an.
In der Dokumentation wurde jeder Decke auf verschiedenen Ebenen ein Eigenschaftswert zugewiesen. Die Werte selbst waren nicht einfach nur Kennungen. Als mathematische Funktionen berechneten sie die Höhenunterschiede jeder Decke und setzten so beispielsweise automatisch das fünfte Geschoss eines Gebäudes mit dem eines anderen gleich. Eine Automatisierung, die anfangs akribische Arbeit erforderte, schuf die Grundlage dafür, dass das Team das gesamte Projekt über Jahre der Entwicklung hinweg problemlos steuern konnte.

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Károly Bélafi, Head of BIM, TSPC Group

Wenn ich eine Bemaßung auf einer Decke im Münnich-Gebäude platziere, kann Archicad die Höhenunterschiede automatisch berechnen, basierend darauf, welche Referenz dieser Decke zugewiesen wurde und welche Regeln ich ihr gegeben habe.*

Károly Bélafi, Head of BIM, TSPC Group
*zitiert aus Anthony Frausto-Robledo‘s, Artikel, veröffentlicht auf architosh.com
Hotel Dorothea, Budapest, Ungarn, TSPC Group, tspcgroup.com

Hotel Dorothea, Budapest, Ungarn, TSPC Group, tspcgroup.com

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Flexible Workflows
Der Design-Build-Ansatz mit BIM

Planung und Bau des Hotels Dorothea dauerten Jahre, wobei sich die Anforderungen und Bauvorschriften ständig änderten. Der Zeitplan erforderte vom Team ein Höchstmaß an Flexibilität, weshalb der Dokumentationsaspekt der BIM-Umbau-Workflows besondere Bedeutung hatte. Sowohl das Planungsteam als auch die ausführenden Unternehmen setzten konsequent auf BIM – in der Herangehensweise ebenso wie in der Umsetzung. Alle Beteiligten entwickelten die BIM-Anforderungen weiter und hielten die abgestimmten Prozesse nach detaillierten Verhandlungen in den Exchange Information Requirements (EIR) sowie in BIM Execution Plan (BEP)-Verträgen und Anhängen verbindlich fest.
Auf dieser Grundlage konnte das Team sicherstellen, dass alle Schritte geplant und auf die sich weiterentwickelnden Anforderungen des Projekts abgestimmt waren. In der Planungsphase konnte das Team auf jahrelange BIM-Erfahrung zurückgreifen und Prozesse sowie Lösungen so verfeinern, dass sie sich nahezu mühelos an Änderungen anpassen liessen – fast auf Knopfdruck. Durch die Präzision und Flexibilität von BIM konnten Bauelemente bereits in der Planungsphase konkret ausgearbeitet und später problemlos angepasst werden.

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Visuelle Zusammenarbeit
Modellierungsfortschritt mit einem relationalen Datenbankmanager erfassen

Eine typische Herausforderung in Planungsprojekten besteht darin, den Detaillierungsgrad und Fortschritt von Modell und Plänen so an das Projektmanagement zu kommunizieren, dass der Stand dort ebenso klar nachvollziehbar ist wie für diejenigen, die direkt am Modell arbeiten. TSPC hat eine innovative Lösung entwickelt, um alle auf dem gleichen Stand zu halten. Sie exportierten detaillierte Listen aller zentralen Modellaspekte und nutzten einen relationalen Datenbankmanager sowie Werkzeuge zur Datenvisualisierung, um zusammenfassende Fortschrittsdiagramme zu erstellen.
Diese Diagramme wurden in einer Gesamtansicht bereitgestellt, um eine Momentaufnahme des Projektprozesses zu zeigen – einschliesslich des Fehleranteils in den modellierten Elementen im Verhältnis zum Projektfortschritt. Diese Lösung vereinfachte die Kommunikation erheblich, half bei der Priorisierung von Entscheidungen und sparte Zeit und Kosten, weil das Projekt auf Kurs blieb.

Károly Bélafi, Head of BIM, TSPC Group

Wir erstellten Listen, mit denen das Modell aus allen relevanten Blickwinkeln überwacht werden konnte. Das System fördert die Kommunikation, beschleunigt die Entscheidungsfindung, verbessert den Fokus und spart letztendlich sowohl Zeit als auch Geld,

Károly Bélafi, BIM-Leiter, TSPC Group
Hotel Dorothea, Budapest, Ungarn, TSPC Group, tspcgroup.com

Hotel Dorothea, Budapest, Ungarn, TSPC Group, tspcgroup.com

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Risikomanagement
Qualitätssicherung und Kollisionsprüfung mit Solibri

Das Projekt Dorothea Hotel war auch für die TSPC Group selbst ein wichtiger Meilenstein: Erstmals arbeiteten die Brandschutzingenieure direkt im BIM-Modell. Dass die Ingenieure direkt im Modell arbeiten konnten, war auch für das Gesamtprojekt ein grosser Vorteil: So konnten die strengen Brandschutzvorgaben von Marriott effizient erfüllt werden.
Da Architektur- und Ingenieurteams vollständig in den OPEN BIM-Workflow eingebunden waren, übernahmen die Fachplaner:innen die Vorprüfung der IFC-Modelle, bevor diese für Kollisionsprüfung und Qualitätssicherung vorbereitet wurden. Im nächsten Schritt wurden 27 Fachmodelle in Solibri, der Software für BIM-Modellprüfung und Qualitätssicherung, zusammengeführt. Dort wurden die Modelle anhand eines Regelsets auf Kollisionen und Toleranzen geprüft. Dieser Prozess war keine einmalige Aufgabe; er wurde Teil der Routine und wiederholte sich alle zwei Wochen, um mit den sich entwickelnden Entwurfs- und Ingenieursarbeiten Schritt zu halten und sicherzustellen, dass das Projekt auf Kurs und fehlerfrei blieb.

Károly Bélafi, Head of BIM, TSPC Group

Ich glaube nicht, dass es ein echtes „closed BIM“ gibt. Es wird immer einen Teil des Gebäudes geben, den wir planen müssen und der andere Werkzeuge erfordert.

Károly Bélafi, BIM-Leiter, TSPC Group

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Solibri CheckPoint für die Kollisionserkennung und Qualitätsprüfung

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